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13.12.2006 / Schwerpunkt / Seite 3

Der dritte Mann

Die Fahndung nach den Mördern Alexander Litwinenkos konzentriert sich auf den Kreml und ignoriert dessen Gegner. Das stellt die Fakten auf den Kopf

Jürgen Elsässer
Vier weitere Menschen verstrahlt«, meldeten deutsche Medien am Montag – einige mit, viele ohne Fragezeichen. Die Hamburger Morgenpost hatte den entsprechenden Absatz gar mit der Formulierung eingeleitet: »Es ist amtlich.« Von wegen: Am Dienstag gab das zuständige, nämlich das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), Entwarnung. Für die vier Personen, mit denen der Russe Dimitri Kowtun Ende Oktober 2006 in Norddeutschland näheren Kontakt gehabt hatte, könne er »jede Gefahr ... definitiv ausschließen«, sagte BfS-Einsatzleiter Gerald Kirchner. Es sei eine reine Vorsichtsmaßnahme gewesen, die Exfrau Kowtuns, ihre beiden Kinder und ihren Lebensgefährten ins Krankenhaus zu bringen. Die radioaktive Kontamination in deren Wohnung in Hamburg-Ottensen entspreche in etwa der Strahlenbelastung eines Rauchers beim Konsum mehrerer Päckchen Zigaretten.

Die Berichterstattung zu Wochenanfang war nur der vorläufige Höhepunkt der Hysterie, die seit dem Tod des Putin-Kritikers Al...

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