17.11.2006 / Titel / Seite 1

Zuflucht unter Palmen

9/11-Anschläge: Fahndung nach deutschem Piloten mit Verbindungen zu globalem Mafia-Netzwerk. Urteil gegen Randfigur Motassadeq verschärft

Jürgen Elsässer
Als Moslem und Araber ist man heutzutage automatisch terrorverdächtig. Als Christ und Deutscher ist man dagegen fein raus, selbst wenn man Spuren wie eine Elefantenherde hinterlassen hat. Am Donnerstag hat der Bundesgerichtshof (BGH) im Gegensatz zur Vorgängerinstanz den Marrokaner Mounir El Motassadeq der Beihilfe zum Mord in 246 Fällen für schuldig befunden. Diese Menschen starben in den Todesflugzeugen des 11. September 2001. Motassadeq habe geholfen, als die Hamburger Fundamentalistenzelle um Mohammed Atta die Anschläge plante. Man beachte: Dem Mann konnte bisher nichts nachgewiesen werden, außer daß er zu den Freunden von Atta gehörte. Er ist weder mit diesem in Afghanistan bei Osama bin Laden gewesen, noch 2001 mit ihm in die USA gereist.

In Florida hatte Atta in den Monaten vor 9/11 dagegen enge Kontakte zu einem Deutschen, dessen Namen bisher weder in Gerichtsakten noch in den Mainstreammedien aufgetaucht ist. Vermutlich deswegen, weil dieser Wolf...

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