Der Schwarze Kanal: »Sender Jerewan««
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28.10.2006 / Feuilleton / Seite 12

Das Herz eines Boxers

Gerhard »Oberlangweiler« Schröder hat seine Memoiren vorgelegt

Klaus Bittermann
Gerhard Schröder hätte in seiner Regierungszeit nie gelangweilt, behauptet der Spiegel. So ganz stimmt das nicht, aber nichts ist so langweilig wie seine Erinnerungen. Politiker sind in der Regel keine Schriftsteller, die in der Lage wären, ein langweiliges Leben ein wenig aufzupeppen, sondern Selbstdarstellungsneurotiker, uninspirierte, phantasie- und humorlose Würstchen, die sich fälschlicherweise für wichtig halten. Schröder aber schlägt seine Konkurrenz dabei noch mal um Längen.

Er ist von den Medien bis auf den letzten Tropfen ausgequetscht worden, alles wurde durchgenudelt, bis zum Überdruß rekapituliert. Das hätte die Chance eröffnet, etwas anderes zu schreiben. Aber Schröder bedient genau die Erwartungen der Medien, deren synthetisches Produkt er ist. Er hat noch einmal haarklein dargelegt, was allseits bekannt war. Vielleicht, weil er das als Instinktmensch spürte, müht er sich in der Autobiographie stellenweise um einen persönlichen Ton. Dann wi...

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