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26.10.2006 / Sport / Seite 16

Muskeln im Gehirn

Vor 40 Jahren fand in Havanna die XVII. Schach-Olympiade statt

Mario Tal
»Lachen«, notiert das Protokoll, als Fidel Castro am 26. Juli 2006 in einer Rede zu den herausragenden Leistungen im Bildungsbereich kundgab: »Diese Einrichtungen haben sich neben ihrer Funktion bei der Freizeitgestaltung in Zentren zum Üben und Erlernen des Schachs – um die Muskeln des Gehirns zu entwickeln – (...) verwandelt.« So sehr der rhetorische Kniff – auch zu lesen als Anspielung auf das Leninsche Wort vom Schach als »Gymnastik des Verstandes« – als Erheiterung geplant war, so ernst ist er zu nehmen. Denn Kuba blickt auf eine reiche Schachgeschichte zurück, die bis heute von Weltmeister José Raoul Capablanca (1921-1927) zehrt.
Seit der Revolution stellt die Schach-Olympiade von 1966 den Höhepunkt in einer Reihe größerer Turniere dar. Allein 900 Organisatoren wurden zehn Monate lang geschult, und dank der 120 Dolmetscher gab es für die 52 Länderdelegationen kaum Verständigungsprobleme. Am 25. Oktober stieg die Eröffnungsgala, bei der Ballettschüle...

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