23.10.2006 / Politisches Buch / Seite 15

Suche nach Gemeinschaft

Vordergründig ist Ulrich Maurers neues Buch »Eiszeit« eine zornige Abrechnung mit der SPD. Tatsächlich ist es ein scharfsinniger Beitrag zur Strategiediskussion der Linken

A. Mos
Die Weltherrschaft des Kapitals kennzeichnen, so Ulrich Maurer, international neue Öl- und Gaskriege, währenddessen Millionen von Menschen verhungern, und national Massenarbeitslosigkeit, die Prekarisierung breiter Bevölkerungsteile und rapide wachsende Unterschiede zwischen oben und unten. Daß es dem Autor bei seiner Analyse nicht um »differenzierte Kritik« geht, wie er eingangs einräumt, hat Vorteile: Das Buch liest sich flüssig – und benennt klar die Frontlinien der aktuellen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen: Den wenigen Profiteuren des globalen Kapitalismus stehen immer mehr Verlierer gegenüber – international und zunehmend national.

Herausforderungen

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion schlußfolgert mit Blick auf die entstehende Partei der Linken: Diese könne nur als Teil internationaler Bewegungen Erfolg haben und müsse sich konsequent der Demokratisierung von Wirtschaft und Gesellschaft widmen. Im Hier und Jetzt gälte es,...

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