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26.09.2006 / Schwerpunkt / Seite 3

Scheitern einer Revolte

Der Funke des ungarischen Aufstands ist erloschen

Werner Pirker, Budapest
Die Manifestationen der Empörung über die höchst unanständige Rede des ungarischen Ministerpräsidenten Ferenc Gyucsany laufen unter der Bezeichnung »Revolte«. Doch von einem aufständischen Geist war am Sonnabend, dem Tag, an dem die Revolte kulminieren sollte, nicht mehr viel zu spüren. Die Partei der Jungdemokraten (FIDESZ) hatte ihre geplante Großkundgebung abgesagt und damit die Bewegung wider die Lüge mehr oder weniger sich selbst überlassen. Trotzdem war die Teilnehmerzahl des Dauermeetings am Kossuth-Platz bis zum Abend auf 40000 angewachsen. Man versicherte einander, durchzuhalten und der Lüge zu widerstehen. Doch das war nur mehr ein Akt der Selbstaffirmation. Der Funke des Aufstandes, der die politische Landschaft entflammen sollte, war bereits erloschen.

Wahlbetrug wie üblich

Die Organisatoren der Proteste hatten wohl ein Szenario nach dem Vorbild der bunten Revolutionen im Auge. Permanent ausgeübter Massendruck sollte die Regierenden zum Aufge...

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