19.09.2006 / Ansichten / Seite 8

»Antifaschisten wurden als Nestbeschmutzer abgetan«

Gefahr von rechts jahrelang kleingeredet. Ein Gespräch mit Clemens Zeise

Markus Bernhardt
Clemens Zeise ist Pressesprecher der Kampagne »Keine Stimme den Nazis« aus Mecklenburg-Vorpommern

Die neofaschistische NPD hat bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am Sonntag 7,3 Prozent der Stimmen bekommen und stellt künftig sechs Abgeordnete im Schweriner Schloß. Welche Konsequenzen wird das haben?

Wir werden in den nächsten Jahren sowohl in der politischen Kultur der Landespolitik als auch in der Auseinandersetzung mit der Neonaziszene vor Ort deutliche Veränderungen zu spüren bekommen. Einerseits wird das Parlament nun zur Bühne für die NPD, auf der sie mit lärmenden Reden und inszenierten Skandalen eine breite öffentliche Aufmerksamkeit für ihre neofaschistische Propaganda bekommen wird. Diese beständige Aufregung und Provokation gegen die Demokratie und die etablierten Parteien braucht die NPD, um ihr Umfeld aus der rechten Szene und ihre Wähler bei der Stange zu halten. Die erwarten solche Stimmungsmache und Krawall. Darüber hinaus wi...

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