19.09.2006 / Schwerpunkt / Seite 3

Der Osten wehrt sich

Die ehemaligen PDS-Wähler laufen der Berliner Linkspartei in Scharen davon. Die Modethemen der Westlinken sind gescheitert

Jürgen Elsässer
Mit einer Niederlage hatte der rote Juniorpartner der Berliner Senatskoalition schon vorher gerechnet – aber wohl nicht mit einem solchen Absturz. Besonders bemerkenswert an dem Zehn-Prozent-Einbruch der Linkspartei in der Bundeshauptstadt ist, daß die Verluste überproportional in den Wahlbezirken der ehemaligen Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik zu verzeichnen waren: Über 25 Prozent der Ostwähler liefen davon.

SPD-Generalsekretär Hubertus Heil legte in der Berliner Runde sogleich eine Erklärung dafür vor: Der Westimport Oskar Lafontaine sei es gewesen, der jenseits der mental immer noch spürbaren Mauerlinie die Leute vergrault habe. Das paßt zur Linie der Bundes-SPD, den Saarländer in der Linkspartei zu isolieren, um die so kastrierten Roten in ihre Machtoption für das Jahr 2009 einbinden zu können.

Die Wessi-Pest

Mit der Wirklichkeit hat diese Demagogie nichts zu tun. Schließlich hat Lafontaine auch Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern ...

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