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01.09.2006 / Thema / Seite 10

Kolonialistische Anmaßung

US-Regierung verschärft Okkupationsplan für Kuba

Horst Schäfer
Nach fast 48 Jahren Staatsterrorismus gegen Kuba mit offenem und verdecktem Krieg, Sabotage, Mordanschlägen, Psychoterror und Wirtschaftsblockade versucht die US-Außenministerin, sich bei den Kubanern anzubiedern. Auf der Internetseite des Department of State ist zu lesen (und, in Form einer Video- und Sounddatei, zu sehen und zu hören): »Sie haben keinen größeren Freund als die USA«. Das verkündete Condoleezza Rice dem »kubanischen Volk« am 10. Juli 2006, ausgerechnet an jenem Tag, an dem sie in Washington einen verschärften Okkupationsplan der USA für Kuba vorlegte.1

Wie gefährlich können Feinde schon sein, verglichen mit einem solchen Freund? Nicht zu Unrecht sagt man in Lateinamerika, unter Hinweis auf fast zwei Jahrhunderte bitterer Erfahrungen: Wenn die US-Regierung einem Land ankündigt, es mit Frieden, Demokratie, freien Wahlen, freier Marktwirtschaft und natürlich Menschenrechten à la Washington beglücken zu wollen, dann ist höchste Gefahr im Verzu...

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