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28.08.2006 / Inland / Seite 2

»Wir setzen jetzt auf den Druck der Öffentlichkeit«

Niedersächsisches Innenministerium kippt humanitäre Entscheidung für eine libanesische Flüchtlingsfamilie. Ein Gespräch mit Andreas Vasterling

Nick Brauns
Andreas Vasterling ist Sprecher der Flüchtlingshilfsinitiative »Menschen für Menschen – Solidarität & Bleiberecht Hildesheim«

Vor rund eineinhalb Jahren berichtete jW (4.3.2005: »Abgeschoben in ein fremdes Land«) über den Fall der libanesischen Familie Siala-Salame. Die Familie hatte ihr Aufenthaltsrecht in Deutschland wegen angeblicher Täuschung der Ausländerbehörden bei Stellung des Asylantrags verloren. Statt wie von ihnen angegeben aus dem Libanon soll die Familie angeblich aus der Türkei stammen. Die hochschwangere Gazale Salame wurde von ihrem Mann und zwei Kindern getrennt und zusammen mit einer Tochter in die Türkei abgeschoben. Wie ist die Lage der Familie heute?

Am 21. Juni hat das Verwaltungsgericht Hannover angeordnet, sämtliche Maßnahmen der Ausländerbehörde gegen die Familie rückgängig zu machen. Es gäbe keinerlei Hinweise, wonach die Familie aus der Türkei stamme. Schließlich hatte die Familie nach ihrer Flucht vor dem libanesischen ...

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