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04.08.2006 / Feminismus / Seite 15

Schulbesuch trotz Kind – oft unmöglich

Kenia: Neues Gleichberechtigungsgesetz soll minderjährigen Müttern bessere Bildungschancen garantieren

Joyce Mulama/IPS
Teenagerschwangerschaften sind in einem Drittel aller Fälle der Grund, warum Mädchen in Kenia die Schule vorzeitig abbrechen. Zwar gibt es seit 2003 eine Richtlinie, die ihnen eine Rückkehr in den Unterricht ermöglichen soll. Doch wenn ein Rektor die Aufnahme verweigert, bleibt den jungen Müttern der Weg zu mehr Bildung versperrt. »Es liegt trotz der Richtlinie immer noch in der Hand der Direktoren, ob sie die Mädchen wieder in die Schule lassen«, sagt Eliud Kinuthia vom Kenia-Büro des »Forum for African Women Educationalists« (FAWEK), das sich für die Bildung von Mädchen und Frauen auf dem Kontinent einsetzt.

Dem Generalsekretär der kenianischen Lehrergewerkschaft, Francis Ng'ang'a, zufolge, halten sich jedoch die meisten Schulen an die Richtlinie: »Es gibt keine Berichte über Lehrer, die den Wiedereinstieg der Mädchen verhindert haben.« Doch nach Aussagen Kinuthias gibt es durchaus Grund zur Besorgnis. Er berichtet zum Beispiel von einem Schuldirektor in...

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