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31.07.2006 / Thema / Seite 10

Expandierendes Imperium

Bertelsmann: Die Republik entdeckt einen Machtfaktor. Der Konzern und seine verborgene Geschichte (Teil I)

Thomas Barth
Es ist kein Wunder, daß Beobachter deutscher Machteliten den Medienmogul Reinhard Mohn heute für den mächtigsten Mann Deutschlands halten. Nicht nur kontrolliert Mohn einen Großteil der medialen Öffentlichkeit, über seine Stiftung schiebt er sich auch scheinbar unaufhaltsam in den Bereich der öffentlichen Verwaltung und der Politik vor.

Die Familie Mohn machte jüngst Schlagzeilen durch den 4,5 Milliarden Euro teuren Rückkauf des Aktienpakets vom belgischen Bankenbaron Albert Frère – es entspricht 25,1 Prozent der Firmenanteile. Nun hält die Familie des Patriarchen Reinhard Mohn, der im Juni, von der Öffentlichkeit kaum beachtet, seinen 85. Geburtstag beging, 23,1 Prozent und ihre Bertelsmann-Stiftung stimmrechtslose 76,9 Prozent der Bertelsmann AG. Über die Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft (BVG) beherrscht die Mohn-Familie die Stimmrechte zu 100 Prozent.

Die Stiftung dient dem Mohn-Milliardärsclan, um Erbschaftssteuern zu vermeiden und den Konzern dennoc...



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