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17.07.2006 / Inland / Seite 5

Kriegsverrat ist Ehrentat

Linksfraktion fordert Rehabilitierung widerständischer Soldaten. Bundesregierung würdigt nur Offiziere um Stauffenberg, die den Vernichtungskrieg viel zu lange mitgetragen haben

Ulla Jelpke
Kann der Verrat an einem Vernichtungskrieg verurteilenswert sein? Nach Ansicht der Bundesregierung offenbar schon. Einerseits wird sie am 20. Juli mit einem »Feierlichen Gelöbnis« im Berliner Bendlerblock des Attentats der Offiziersgruppe um Stauffenberg gedenken, die vor 62 Jahren Hitler umbringen wollte. Dieser Widerstand hat seit einigen Jahren die höchsten Weihen des offiziellen Deutschland. Die Bundesregierung will damit zeigen, daß die Bundeswehr in der Tradition des Widerstands gegen Hitler stehe.

Andererseits aber werden nur dissidente Offiziere gewürdigt. Daß andere Wehrmachtsangehörige ebenfalls Widerstand geleistet und dafür mit dem Tod bezahlt haben, wird bis heute verdrängt und ignoriert. Zehntausende ­Deserteure, »Wehrkraftzersetzer«, »Si­­mu­lanten« und »Überläufer« sind von der Wehrmachtsjustiz hingerichtet worden. Zumindest die Deserteure sind, nach langen Bemühungen, vom Bundestag im Jahr 2002 pauschal rehabilitiert worden und gelten nich...

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