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28.06.2006 / Ansichten / Seite 5

»Auch Aldi und Schlecker im Visier«

Einzelhandelsriese Lidl steht exemplarisch für Sozialdumping. Ein Gespräch mit Agnes Schreieder

Ralf Wurzbacher

Worauf gründet die europaweite »Erfolgsstory« des Systems Lidl?

Lidl wächst mit dem Prinzip: »Immer billig« auf Kosten von vielen. Die Geschäftsstrategie der Schwarz-Unternehmensgruppe zeichnet sich durch enormen Preisdruck aus: auf Produzenten, Lieferanten, vor allem aber auf das Personal. Die Rechte der Beschäftigten werden systematisch verletzt, die Strukturen des mittelständischen Einzelhandels mit der betriebenen Dumpingkonkurrenz ruiniert und Zehntausende Arbeitsplätze vernichtet.

Ist das ein europaweit flächendecken­des Phänomen?

In sämtlichen Ländern, in denen Lidl agiert, sind die Filialen chronisch unterbesetzt; die große Mehrheit der Beschäftigten ist lediglich mit Teilzeitverträgen ausgestattet. Dadurch entsteht ein gewaltiger Arbeitsdruck, massenweise unbezahlte oder unzureichend vergütete Überstunden sind die Folge. Daneben bestehen erhebliche Leistungsanforderungen, die erwiesenermaßen krank machen. Wer die Vorgaben nicht erfüllt, wird ma...

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