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27.06.2006 / Ansichten / Seite 13

»Private betreiben Rosinenpickerei«

Der Abbau von Krankenhausbetten in Berlin geht weiter, dabei können Patienten vielfach schon jetzt nicht angemessen versorgt werden. Ein Gespräch mit Volker Gernhardt

Daniel Behruzi
Volker Gernhardt ist Betriebsrat im Vivantes-Klinikum Berlin-Neukölln und aktiv in der oppositionellen Gruppe »Gegen den Strom«

Der Berliner SPD-PDS-Senat hat mit der Fortschreibung des Krankenhausplans 2006 weiteren Bettenabbau in den Kliniken beschlossen. Seit 1991 wurde die Zahl der Betten bereits von knapp 40000 auf weniger als 22000 reduziert. Welche Folgen hat das?

Begründet wird dieser radikale Abbau mit der erheblichen Verkürzung der Liegezeiten – eine Folge der Umstellung des Systems der Krankenhausfinanzierung auf sogenannte Fallpauschalen (DRG). Zugleich nimmt aber die Zahl der Fälle deutlich zu. Mehr Patienten mit kürzeren Liegezeiten machen eine intensivere Behandlung nötig. Da mit den Betten jedoch auch Personal abgebaut wird, ist eine enorme Arbeitsverdichtung die Folge. Die Belastung der Pfleger und Ärzte ist bereits jetzt so groß, daß eine weitere Steigerung nicht mehr erträglich ist. Für die Patienten hat das eine dramatische Verschlec...

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