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27.06.2006 / Inland / Seite 9

Lockende Staatsknete

Der deutsche Schienenpersonennahverkehr wird zunehmend zum Tummelplatz für renditehungrige Finanzanleger. Marktanteil von Privatbahnen steigt

Hans-Gerd Öfinger
Dreihundert verschiedene Bahngesellschaften sind mittlerweise mit einer Lizenz des Eisenbahnbundesamtes auf deutschen Gleisen unterwegs. Abgesehen von Güterbahnen, die mit Ganzzügen auf Güterverkehrskorridoren operieren, bietet sich vor allem der Schienenpersonennahverkehr (SPNN) als renditeträchtiges Investment an. Hier liegt der Marktanteil der mit der DB konkurrierenden Privatbahnen bereits deutlich über zehn Prozent – Tendenz steigend. Im nichtsubventionierten Personenfernverkehr liegt dieser Anteil dagegen unter einem Prozent.

Der Grund für die Vorliebe der Privatanbieter für den SPNV liegt auf der Hand: Hier fließen staatliche Gelder, sogenannte Regionalisierungsmittel, mit denen die Länder Regionalverkehrsleistungen bestellen und die einen Großteil der Einkünfte ausmachen. Häufig verdrängen private Firmen bei Ausschreibungen für Nahverkehrsstrecken oder -netze die Bahn-Tochter DB Regio. Sie können den Exmonopolisten in der Regel aufgrund deutlich s...

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