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07.06.2006 / Thema / Seite 10

Eine neue Pro-Israel-Lobby für die USA?

»Christliche Zionisten« wollen beweisen, daß allein Juden über das Land zwischen Mittelmeer und Jordan herrschen sollen

Knut Mellenthin
Mit zwei Aktionstagen in der US-Hauptstadt Washington will sich am 18. und 19. Juli eine neue amerikanische Pro-Israel-Lobby vorstellen. Zwar gibt es schon seit mehreren Jahrzehnten eine sehr effektiv arbeitende Organisation, die sich die gleiche Aufgabe gestellt hat, nämlich das AIPAC (American Public Affairs Committee). Mit 100000 Mitgliedern, 170 hauptamtlichen Mitarbeitern und einem Jahresbudget von 50 Millionen Dollar bringt das AIPAC pro Jahr nach eigenen Angaben rund 100 Gesetzesinitiativen erfolgreich auf den Weg.

Wozu also jetzt plötzlich noch eine zweite Pro-Israel-Lobby? AIPAC ist, was die Führungsspitze und die Strukturen angeht, eine jüdische Institution, die eng mit den großen jüdischen Organisationen der USA und mit dem Staat Israel verbunden ist. Die neue Lobby hingegen ist christlich-fundamentalistisch, wie schon ihr Name – Christians United for Israel (CUFI) – verkündet. Das ist nicht ohne Logik, denn unter den US-amerikanischen Freunden ...

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