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31.05.2006 / Ansichten / Seite 2

»Wir empfinden das als schweren Vertrauensbruch«

Redaktion der Berliner Zeitung reagierte mit Notausgabe auf neuen Chefredakteur. Ein Gespräch mit Ewald B. Schulte

Ralf Wurzbacher
Ewald B. Schulte ist Leitender Redakteur und Sprecher des Redaktionsausschusses bei der Berliner Zeitung

F: Die Berliner Zeitung ist am Dienstag mit einer zwölfseitigen Notausgabe erschienen. Hintergrund ist die Einsetzung des neuen Chefredakteurs Josef Depenbrock. Was haben Sie an der Personalie auszusetzen?

Wir haben nichts gegen den neuen Chefredakteur. Genausowenig gab es eine Protestveranstaltung gegen dessen Berufung. Wogegen wir uns wenden, ist ein Affront seitens der Geschäftsleitung. Mit dieser befinden wir uns seit Wochen in durchaus konstruktiven Gesprächen über die Erarbeitung eines Redaktionsstatutes. Dazu waren für Montag nachmittag Verhandlungen anberaumt, bei denen die Geschäftsführung eigene Formulierungsvorschläge in verbliebenen Streitfragen unterbreiten wollte. Um 10 Uhr morgens platzte dann die Bombe, daß ein neuer Chefredakteur in Amt und Würden sei. Wir empfinden dieses Vorgehen als schweren Vertrauensbruch. Wir hatten der Geschäftsle...



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