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22.05.2006 / Feuilleton / Seite 12

Antithesen zur Filmindustrie

Ein anderes Kino ist möglich: Wien ehrt den radikalen Filmemacher Kurt Kren mit einer Ausstellung

Florian Neuner

Das Atelier Augarten, wo die Österreichische Galerie Belvedere ihre Außenstelle für zeitgenössische Kunst unterhält, befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Gustinus Ambrosi Museum, einem Schandfleck der Wiener Museumslandschaft. Der Bildhauer Ambrosi, dessen Mussolini-Büste man dort auch heute noch bewundern kann, Liebkind der Austrofaschisten und nach 1945 österreichischer Staatskünstler, steht mithin für den reaktionären Sumpf, gegen den in den fünfziger Jahren eine junge, radikale Avantgarde antrat: die Dichter der Wiener Gruppe, die Aktionisten um Otto Muehl, aber auch Filmemacher wie Peter Kubelka oder Kurt Kren, der in Wien seine ersten Filme drehte, während Ambrosi in seinem Atelier im Augarten Büsten von Päpsten und Bundespräsidenten fabrizierte.

In dieses Nachkriegs-Wien war Kurt Kren, Sohn eines jüdischen Bankangestellten, 1947 aus den Niederlanden zurückgekehrt, wo er die Kriegsjahre bei Pflegeeltern überstanden...

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