20.05.2006 / Ausland / Seite 7

Reich an Behauptungen

In einem US-Magazin wird Fidel Castro zum Fast-Milliardär gemacht. Die vorsätzliche Falschmeldung hat einen ernsten politischen Hintergrund

Ingo Niebel

Über ein Vermögen von 706,5 Millionen Euro soll Kubas Staatschef Fidel Castro verfügen. Das zumindest behauptete das US-Wirtschaftsmagazin Forbes unlängst und bugsierte den am längsten regierenden Staatsmann der Welt mit eigenwilligen Berechnungen auf Platz sieben der reichsten Potentaten dieser Welt. Flugs fand sich Castro in unliebsamer Gesellschaft: Über ihm stand Fürst Albert von Monaco (800 Millionen Euro), dahinter der Präsident von Äquatorial-Guinea, Teodoro Obiang, mit geschätzten 471 Millionen Euro. Der Comandante en Jefe ließ die Nachricht nicht unkommentiert und holte zum Gegenangriff aus. »Ich fordere Forbes und die CIA heraus: Wenn sie beweisen, daß ich diesen Reichtum besitze, trete ich von meinem Amt zurück«. Im kubanischen Fernsehen stellte der 79jährige Revolutionär den Andeutungen des Magazins Fakten gegenüber. Die Schwäche in der Argumentation von Forbes wird ersichtlich, wenn man die Berechnungsgrundlagen betrachtet.

So heißt es au...

Artikel-Länge: 3850 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe