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16.05.2006 / Ausland / Seite 6

Schmutzige Tricks

Am kommenden Sonntag entscheidet die Bevölkerung Montenegros über die Unabhängigkeit von Serbien. Sezessionisten des Stimmenkaufs überführt

Jürgen Elsässer
Am 21. Mai sind die Bürger Montenegros zur Volksabstimmung aufgerufen. Die Loslösung der Adriarepublik mit ihren nur 650000 Seelen vom großen Bruder Serbien mit einer Bevölkerung von über acht Millionen (ohne Kosovo gerechnet) steht schon seit den späten neunziger Jahren auf der Agenda des damaligen Präsidenten und heutigen Premiers Milo Djukanovic. Doch die EU hatte zunächst gebremst: Ihr Chefaußenpolitiker Javier Solana erreichte in Verhandlungen mit Belgrad und Podgorica, daß zu Beginn des Jahres 2003 zwar der traditionelle Staatsname Jugoslawien durch das schmucklose Serbien-Montenegro ersetzt wurde, doch ein minimaler völkerrechtliche Rahmen – gemeinsame Regierung, gemeinsames Parlament, gemeinsame Armee – blieb erhalten. Die Laufzeit der Vereinbarung war drei Jahre – diese Frist ist jetzt abgelaufen.

Djukanovic ist eine zwielichtige Person, gegen den bis vor einigen Monaten von der italienischen Justiz wegen Zigarettenschmuggels im großen Stil ermit...

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