Der Schwarze Kanal
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02.05.2006 / Ansichten / Seite 15

»Unabhängige Organisierung ist schwer«

Irans Gewerkschafter stets von staatlicher Repression bedroht: Aktivisten aus Saghez seit mehr als einem Jahr in Haft. Gespräch mit Fariborz Raisdana

Rüdiger Göbel
Fariborz Raisdana ist Wirtschaftswissenschaftler und lebt in Tehran

Sie gehören dem »Komitee zur Unterstützung der Verhafteten vom 1. Mai«an. Der am 1. Mai 2005 Verhafteten wohlgemerkt. Was ist damals genau passiert?

Bei einer 1.-Mai-Veranstaltung in Saghez in der kurdischen Provinz im Iran wurden acht Arbeiter verhaftet. Ende November schließlich erfuhren wir, daß fünf von ihnen vom Gericht in Sanadaj verurteilt wurden – zu Haftstrafen zwischen zwei und fünf Jahren. Die Aktivisten waren damals von der örtlichen Bäckergewerkschaft eingeladen worden. Aber statt ihr friedliches Programm zum Arbeitertag durchführen zu können, wurden sie von den Sicherheitskräften festgenommen, noch bevor sie den Veranstaltungsort erreicht hatten. Die iranische Regierung geht nach Kräften gegen die Arbeiterbewegung sowie gegen soziale Bewegungen vor.

Wie geht Ihr Komitee wiederum gegen die Repression vor?

Wir verteidigen die Akivisten vom Standpunkt der politischen Mensch...

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