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02.05.2006 / Ansichten / Seite 2

»Es geht um die Glaubwürdigkeit der Linken«

Nach dem WASG-Parteitag in Ludwigshafen: Kein Zurück aus dem Projekt einer neuen gemeinsamen Partei. Ein Gespräch mit Joachim Bischoff

Peter Steiniger

* Joachim Bischoff gehörte bis 2004 der PDS an. Bei der WASG war er von Beginn an dabei. Am Sonntag trat er als Bundesvorstandsmitglied zurück. Bischoff fordert eine innerparteiliche Demokratie, die den Pluralismus garantiert

F: Erinnern Sie die aktuellen Prozesse in der WASG an die Frühphase der PDS vor ihrer Etablierung im bundesdeutschen Parteiensystem?

Das würde ich so nicht sagen. Ich bin 1990 nach langer politischer Abstinenz in die PDS gegangen. Wir haben dort eine Entwicklung gehabt, bei der im Westen nur ganz wenige Linke bereit waren, sich mit dieser Umbruchsituation auseinanderzusetzen. Es waren so wenige, daß das in der PDS insgesamt nicht wirksam werden konnte. Wir hatten sofort ein Ostübergewicht. Das führte im Westen sehr schnell in eine – auch im positiven Sinne – linksradikale Ausrichtung, lief aber auf eine politische Blockade hinaus.

F: Was wurde von WASG und der Linkspartei getan, um Blockaden zwischen Linken abzubauen?

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