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27.04.2006 / Ansichten / Seite 8

»Viele Studierende sind unsolidarischer geworden«

Nicht wenige Kinder reicher Eltern sehen durch die Ausgrenzung von Arbeiterkindern von den Universitäten ihre Interessen geschützt. Ein Gespräch mit Andreas Kemper

Ralf Wurzbacher
Andreas Kemper ist Referent für finanziell und kulturell benachteiligte Studierende (»Arbeiterkinderreferat«) im Allgemeinen Studierendenausschuß (AStA) der Universität Münster und Mitorganisator der Tagung »klasse.bildung.klassenbildung« vom 28. bis 30. April im Studentenwerk Münster.

Infos im Internet: www.klassenbildung.de

Zu den Veranstaltern des anstehenden Bildungskongresses in Münster gehört unter anderem der studentische Dachverband »fzs«. Seit wann spricht man in der organisierten Studierendenschaft im Zusammenhang mit dem Bildungssystem so unbefangen von »Klassen«?

Noch vor kurzem wurde diese Terminologie wegen ihres angeblich abschreckenden Charakters abgelehnt. Angesichts der Rückzugsgefechte, die die Studierendenschaften Schritt für Schritt verlieren, und der Angriffe seitens der Bundes- und Landesregierungen werden jedoch verharmlosende Begriffe wie »Durchlässigkeit« im Bildungssystem...

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