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10.04.2006 / Feuilleton / Seite 13

Alles noch schwerer

Nach dem Erbe ist vor dem Erbe: In Lev Raphaels Roman »Das deutsche Geld« beginnen Kinder einer Holocaust-Überlebenden, über sich nachzudenken

Matthias Reichelt

Das ernüchternde Erlebnis, daß einen längst bewältigt geglaubte Erfahrungen eines Tages einholen, kennt jeder. Da hat zum Beispiel die große reinigende und klärende Aussprache mit den Eltern oder Geschwistern nie stattgefunden, und man lernt, daß die Chancen dazu bereits längst perdu sind oder vielleicht niemals bestanden haben. Gehören die Eltern zu einer traumatisierten Gruppe, ist alles noch schwerer.


Kinder von Holocaust-Überlebenden müssen an den Leidensberichten ihrer Eltern ewig knabbern. Das ist durch viele wissenschaftliche Arbeiten, Filme und literarische Werke bekannt. Helen Epstein hat für diese Erfahrung am Anfang ihrer Studie »Die Kinder des Holocaust« das einleuchtende Bild eines in ihr tief vergrabenen Kastens gefunden, in dem schwer zu erfassende und sehr bedrohliche Dinge gelagert waren, für die keine Begriffe existierten.


In Lev Raphaels Roman »Das deutsche Geld« sind Paul, Diana und Simon drei erwachsene Kinder einer...



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