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03.03.2006 / Inland / Seite 9

Wenn Arbeit arm macht

Moderne Wirtschaftspolitik: Wie die PIN AG dem Berliner Senat durch Dumpinglöhne bei seiner »Haushaltskonsolidierung« hilft

Rainer Balcerowiak

Die Liberalisierung des Zustellungsmarktes trägt reichlich Früchte. Ein besonders faules Exemplar ist sicherlich die PIN AG, die inzwischen zum zweitgrößten Briefzustellunternehmen nach der Deutschen Post avanciert ist. Die mehrheitlich im Besitz der Großverlage Axel Springer und Holtzbrinck befindliche Firma hat alleine in Berlin 800 Beschäftigte. Von denen sind allerdings nur 500 direkt bei dem Unternehmen angestellt, der Rest sind sogenante Leiharbeitnehmer und Subunternehmer. Von einem sicheren Arbeitsplatz kann aber auch bei den Angestellten kaum die Rede sein. Viele Kollegen haben lediglich befristete Arbeitsverträge. Um Festanstellungen zu umgehen, werden sie nach Ablauf dieser Verträge zunächst über eine Leiarbeitssfirma weiterbeschäftigt. bevor sie erneut befristete Verträge bei der Pin AG erhalten.

Seit Jahren versucht die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di gegen die Machenschaften der Firmenleitung vorzugehen. Der für die P...

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