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31.01.2006 / Ansichten / Seite 15

»Spartentarif muß verbindliche Untergrenze sein«

Ver.di erklärt Verhandlungen mit Tochterunternehmen der Berliner Verkehrsgesellschaft (BVG) für gescheitert. Ein Gespräch mit Frank Bäsler

Daniel Behruzi
Frank Bäsler ist ver.di-Sekretär in Berlin, zuständig für Nahverkehr

Am 31. August 2005 hat die Gewerkschaft ver.di den Spartentarifvertrag für den Berliner Nahverkehr (TV-N) abgeschlossen. Die Verhandlungen zur Übernahme des TV-N bei der BVG-Tochter Berlin Transport GmbH (BT) hat ver.di nun für gescheitert erklärt. Was für Folgen hat das?

Wir haben den TV-N nach langen Auseinandersetzungen im letzten Jahr vereinbart. Das Land Berlin hat als BVG-Eigentümer erklärt, daß auch deren Tochtergesellschaft BT diesen Tarifvertrag anwenden soll. Die Vereinbarung stellt seither das verbindliche Vergabeniveau für die öffentlichen Verkehrsleistungen Berlins dar. Bei den Verhandlungen über eine entsprechende Anwendungsvereinbarung hat die BT-Geschäftsleitung aber immer wieder versucht, Regelungen durchzusetzen, die aus Sicht der Firmenleitung günstiger sind als der TV-N. Das betrifft beispielsweise die Bedingungen bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und d...

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