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20.01.2006 / Feuilleton / Seite 12

Wie weit gehen?

Carl Andersen und Erwin Leder interessieren sich für Sexualität. Lothar Lambert hat sie porträtiert

Christof Meueler

»Laß uns nicht von Sex reden« hieß ein Lied auf der besten Blumfeld-Platte aller Zeiten (der ersten, »Ich-Maschine« von 1992). Ewige Pubertät, ewige Probleme: »Laß uns nicht von Sex reden / du siehst ja, ich weiß gar nicht, wie das geht / ich liebe dich ... am liebsten nackt / aber wie soll ich dir nah sein / wenn ich nicht weit genug von mir selbst entfernt sein kann«, heißt es darin. Manchmal spielten Blumfeld dieses Lied live ohne Gesang. Dann hörte man nur die damals noch schwerfällig beeindruckend humpelnde Musik, zu der vom Band eine Sextelefonistin bei der Arbeit eingespielt wurde.

Der in Berlin lebende Wiener Untergrundregisseur Carl Andersen hat das Image, Sexfilme voller Trash und Tragik zu produzieren. Lothar Lambert (der einzige legitime deutsche Nachfolger von Rainer Werner Fassbinder) hat über Andersen und dessen Wiener Schauspielerfreund Erwin Leder (der in Berlin ein Hochbett zu stehen hat) den Dokfilm »Küss die Kamera!« gedreht. In die...

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