Der Schwarze Kanal
Gegründet 1947 Dienstag, 20. August 2019, Nr. 192
Die junge Welt wird von 2208 GenossInnen herausgegeben
20.01.2006 / Ausland / Seite 7

Vorwand für Washington

Antisemitismus-Anschuldigung gegen Hugo Chávez folgen schwere Vorwürfe gegen Wiesenthal-Zentrum. Kampagne wird in neokonservativen US-Medien fortgeführt

Harald Neuber

Es war eine Steilvorlage für die US-amerikanischen Gegner der venezolanischen Regierung. Eine Woche nachdem das Regionalbüro des Simon-Wiesenthal-Zentrums in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires Präsident Hugo Chávez antisemitische Äußerungen vorgeworfen hat, spitzten gleich zwei einflußreiche Publikationen in den USA die Angriffe zu. Sowohl das Wall Street Journal als auch das Magazin Weekly Standard, zwei zentrale Organe der im Weißen Haus dominanten neokonservativen Bewegung, nutzten die Erklärung, um Chávez auf eine Stufe mit dem iranischen Staatschef Mahmud Ahmadinedschad zu stellen.


Von Caracas nach Teheran

Das Vorgehen ist nicht neu. Schon im vergangenen August hatte der Weekly Standard »Angriffe gegen Juden« als ein »Kennzeichen der venezolanischen Regierung unter Chávez« bezeichnet. Wall Street Journal-Autorin Mary Anastasia O´Grady ging vor wenigen Tagen einen Schritt weiter: »Diese beiden Tyrannen«, schrieb sie über Chávez und Ahmadine...




Artikel-Länge: 4674 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €