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12.12.2005 / Ausland / Seite 6

Operation »Mano Dura«

El Salvador: Kriminalitätsbekämpfung mit eiserner Faust. Vereinbarungen mit Guerilla nicht realisiert

Marcelo Henriquez

El Salvador gerät immer tiefer in die Spirale der Gewalt. Als zwei Polizisten ermordet wurden, ordnete Präsident Antonio Saca Ende November den Einsatz neuer Einheiten der Armee zur Bekämpfung der Straßenkriminalität an. Als vermeintliche Täter wurden von der Regierung die Jugendbanden oder »Pandillas« benannt. Ein spezielles Gesetz gegen sie wurde im April 2004 verabschiedet. Demnach können Jugendliche allein wegen Ihres Aussehens, Kleidung, Tätowierungen, die denen der Bandenmitglieder zugerechnet werden, festgenommen werden. Sacas »Politik der eiserne Faust«, der »mano dura«, scheint erst der Beginn einer unnachgiebigen Politik der Repression gewesen zu sein.

Nach Angaben von Amnesty International wurden in El Salvador, seit das Gesetz in Kraft getreten ist, Tausende Jugendliche unter fragwürdigen Umständen verhaftet, die Gefängnisse sind maßlos überfüllt. Trotzdem nimmt die Gewalt weiter zu. Statt die Ursachen der Kriminalität zu bekämpfen, setzt ...

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