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09.11.2005 / Ausland / Seite 2

Verbrannt mit weißem Phosphor

Italienisches Fernsehen: USA setzten im irakischen Falludscha Chemiewaffen ein. Washington drängt auf Verlängerung des Besatzungsmandats

Rüdiger Göbel

Die US-Truppen im Irak haben bei den Angriffen auf Falludscha im November vergangenen Jahres Chemiewaffen eingesetzt. Wiederholt hatte junge Welt über entsprechende Anschuldigungen gegen die US-Armee berichtet (zuletzt am 7.11.2005). Am Dienstag bestätigten mehrere britische und italienische Zeitungen entsprechende Meldungen. Und der Satellitensender »RAI News 24« strahlte in dem gut 20minütigen Dokumentarfilm »Falludscha, das verheimlichte Massaker« Videomaterial und schockierende Bilder über die Auswirkungen des Einsatzes von weißem Phosphor und der Napalm-ähnlichen Brandbomben MK77 in der westirakischen Stadt aus. Zu sehen waren unter anderem verbrannte Körper von irakischen Zivilisten, die durch den massiven Einsatz von Phosphor getötet worden sein sollen.

Interviewte US-Soldaten bestätigten die Verwendung der völkerrechtlich verbotenen Waffen. Exmarineinfanterist Jeff Englehart etwa erklärte: »Ich erhielt den Befehl, vorsichtig zu sein, weil wir ...

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