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08.11.2005 / Ansichten / Seite 2

»Wir sind Sardinen in einem Meer voller Haie«

EU-Politik ist eine Ursache der Armut in der Karibik. Die dortige Zuckerindustrie steht vor einer Katastrophe. Ein Gespräch mit George de Peana

Wolfgang Pomrehn, Mar del Plata

* George de Peana ist Generalsekretär des Gewerkschaftsdachverbandes Caribian Congress of Labour, der in den niederländisch- und englischsprachigen Ländern der Karibik 30 Mitgliedsorganisationen hat und 600000 Arbeiter vertritt

F: Sie haben auf dem Gipfel der Völker Amerikas, der am Wochenende im argentinischen Mar del Plata zu Ende gegangen ist, Ihre Gewerkschaftskollegen aufgefordert, sich mehr mit der Politik der Europäischen Union zu beschäftigen. Welche Folgen hat diese für die Länder der Karibik?

Die Entscheidungen der EU haben in unseren Ländern viel Armut erzeugt, zum Beispiel durch die Zerstörung der Bananen-Industrie auf St. Lucia und Dominica, die in großem Maße vom Bananenexport abhängig sind. Die EU hat sich mit den USA über den Bananenhandel gestritten, aber die Folgen hatten die Arbeiter in der Karibik zu tragen.

Eine anderes Problem ist der Zucker. Die EU plant in den nächsten vier Jahren, die Subventionen der Zuckerimporte drasti...





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