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01.10.2005 / Ansichten / Seite 2

»Ein Dokument der Hilflosigkeit«

Betriebsrats- und Gewerkschaftsspitze setzen den Kürzungsplänen bei DaimlerChrysler wenig entgegen. Ein Gespräch mit Tom Adler

Daniel Behruzi

* Tom Adler ist Betriebsrat im DaimlerChrysler-Werk Untertürkheim und Mitherausgeber der oppositionellen Betriebszeitung alternative

F: DaimlerChrysler (DC) will 8500 der 94000 Arbeitsplätze in den deutschen Mercedes-Werken abbauen. Wie ist die Stimmung in der Belegschaft nach dieser Ankündigung?

Natürlich gedämpft. Es ist aber auch eine kräftige Komponente Zorn dabei. Bei den Betriebsversammlungen wurde massive Kritik am Vorgehen des Managements laut. Wir haben es also trotz der allgegenwärtigen Sorge um den eigenen Arbeitsplatz keineswegs mit einer völlig eingeschüchterten und handlungsunfähigen Belegschaft zu tun.

F: Beruhigt die Beschäftigten nicht, daß die Jobs »sozialverträglich«, also durch Altersteilzeit und Abfindungen, abgebaut werden sollen?

Ein Stück weit sicher, allerdings ist zu bezweifeln, ob die Abfindungsangebote tatsächlich für so viele interessant sind. Die Kollegen sehen außerdem am Beispiel Volkswagen, daß der Ausschluß be...







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