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30.09.2005 / Feuilleton / Seite 13

Gefährlich: offenes Hemd

Mit James Dean begann die Amerikanisierung, in DDR und BRD gefürchtet

Jochen Hung

In der Ablehnung von James Dean waren sich führende DDR- und BRD-Funktionäre zeitweise einig. Den durch seinen frühen Tod (im Alter von 24 Jahren) schnell einsetzenden Dean-Mythos des unverstandenen Rebellen empfanden sie als Bedrohung für die Jugend. Mit lediglich drei Filmen – »Jenseits von Eden«, »Denn sie wissen nicht, was sie tun« (beide 1955) und »Giganten« (1956) war Dean zum Pubertäts-Popstar geworden. Zusammen mit Marlon Brando und Elvis Presley bildete er die Speerspitze der sogenannten Amerikanisierung, gegen die man unbedingt die deutsche Kultur verteidigen wollte. Die (relativ) langen Haare, die lässige Pose und das offene Hemd, die James Dean beispielsweise in »Giganten« zur Schau stellte, wurden einerseits als »Verweiblichung« junger Männer und andererseits als »...

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