23.09.2005 / Feuilleton / Seite 12

Komik und Kommunismus

Zwischen Liebe und Zwang zur Arbeit: Das Manifest von Marx und Engels in einer Bühnenfassung

Stefan Valentin

»Hast Du eine Ahnung, wo ich hier lohnarbeiten kann?« Jobs, bei denen man mehr als sechs Euro die Stunde verdient, sind in Berlin äußerst selten. Für fünf Euro arbeitet man lieber nicht. Da geht man besser ins Theater des Lachens. Am Dienstag hatte hier in Berlin-Kreuzberg »Die Legende vom Manifest der kommunistischen Partei« Premiere, eine Koproduktion mit kommunalen Theatern in Wien, Frankfurt/Oder und Mainz.

Im Eingangsbereich dokumentiert das Theater seine vergeblichen Bemühungen, die »deutsche Wirtschaft« zum Sponsoring zu bewegen. Das gefledderte Staatssäckel erwies sich als zugänglicher.

Das »Manifest der kommunistischen Partei« muß man vor der Aufführung nicht noch einmal gelesen haben. Es wird fast vollständig vorgetragen. Die Autorin, Regisseurin und Leiterin des Theaters, Astrid Griesbach, versichert, »95 Prozent des Textes« seien im Stück enthalten. Der letzte Teil des etwa 35 Seiten umfassenden »Manifests« würde aber »stark abfallen«....



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