09.08.2005 / Ansichten / Seite 2

»Bedingungsloses Grundeinkommen ist finanzierbar«

Die »Vollbeschäftigung« ist eine politische Fiktion. Angst vor sozialem Abstieg macht die Menschen mutlos. Ein Gespräch mit Ronald Blaschke

Thomas Klein

* Ronald Blaschke ist einer der Initiatoren und Sprecher des »Netzwerkes Grundeinkommen«. Das Netzwerk ist überparteilich und überkonfessionell.


F: So unterschiedlich die Konzepte zum »Grundeinkommen« sind – die etablierten Parteien tun sie durchweg als aus »Wolkenkuckucksheim« stammend ab. Ist das Thema nicht wahlkampftauglich?

Es gibt zwar keine Partei, die eine »Grundsicherung für alle« in ihrem Wahlprogramm hat. Aber es gibt immerhin in der Linkspartei und auch bei den Grünen immer mehr politisch Aktive, die die schrittweise Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens fordern.

F: Was versteht man unter »bedingungslos«?

Das ist ein Einkommen, das an alle Bürgerinnen und Bürger ohne Arbeitsverpflichtung und Bedürftigkeitsprüfung ausgezahlt wird. Es soll die Existenz sichern und damit Grundlage für ein selbstbestimmtes und solidarisches Leben sein.

F: Was halten Sie dem Einwand entgegen, das sei nicht finanzierbar?

Die Finanzi...












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