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03.08.2005 / Inland / Seite 15

Heß war Wegbereiter

Der spätere Hitler-Stellvertreter war schon bei Putschversuchen gegen die Weimarer Republik dabei. Neonazis ehren ihn heute als »Friedenspolitiker«

Ulrich Sander

Sechzig Jahre nach der Befreiung von Faschismus und Krieg wollen Neofaschisten aus Europa am 20. August erneut den Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß ehren. Im vergangenen Jahr waren über 5000 alte und junge Faschisten zum Grab des Kriegsverbrechers im bayrischen Wunsiedel gepilgert und hatten versucht, sein Treiben als »Friedenspolitik« darzustellen. Bis heute spinnen sie die Legende, daß der Flug des Hitler-Stellvertreters im Mai 1941 nach England ein »Friedensritt« war. Dabei war Rudolf Heß entscheidender Träger des faschistischen Systems und wurde durch das internationale Militärgericht in Nürnberg wegen »Verbrechen gegen den Weltfrieden« und »Planung eines Angriffskrieges« abgeurteilt.


Kriegsvorbereitungen


Heß war von Anfang an dabei. So beteiligte er sich bereits am Münchner Naziputsch vom November 1923, um die Weimarer Republik zu stürzen. In der Festung Landsberg wurde er dann engster Vertrauter und Sekretär von Adolf Hitler, dem er unter...



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