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25.06.2005 / Feuilleton / Seite 14

Ins Narrenparadies

Update Nichtarbeit (2). Wohin führt die Utopie der Grundsicherung?

Walter Hanser

In Zeiten der Krise winken die Verlockungen der Anthropologie: »Der Mensch und die Arbeit – das gehört zusammen!« Hatte Hegel nicht bereits in seinem Herr-Knecht-Kapitel festgehalten, daß der Knecht nur in der Arbeit, nur in der Bearbeitung der Dinge, Selbstbewußtsein gewinnt, während der Herr – späte Rache – in seinem bloßen Genießen verkümmert? Meidet der Knecht die Arbeit, so hält der KP-Philosoph Alexander Kojève mit fester Stimme fest, drohe ihm nur Wahnsinn und Verbrechen. (Foucault und Deleuze haben das im Ohr, zwinkern und freuen sich schon wieder, den FKP-Humanismus mit ein wenig Schizo-Ideologie zu erschrecken.) Aber bleiben wir modern: Auch Sigmund Freud stellte – alle Triebe sublimierend – fest, daß allein die Arbeit die stärkste Bindung an die Realität darstellt. Hat er damit, so stockreaktionär das auch sein mag, nicht ein wenig recht? Wäre Cohn-Bendit nicht so blöde geworden, wenn er dem ebenfalls stockreaktionären Rat des Kommunistischen B...

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