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16.06.2005 / Feuilleton / Seite 12

Das Recht im Zweifrontenkrieg

Zum Tod des undogmatischen Sozialisten Jürgen Seifert

Günter Platzdasch

Der Jurist und Politikwissenschaftler Jürgen Seifert war die personifizierte Opposition in großen politischen Auseinandersetzungen der Bundesrepublik (Spiegel-Affäre, Notstandsgesetze, RAF), nun fällt sein Tod mit dem Ende des »rot-grünen Projekts« zusammen – am 4. Juni ist Seifert 77jährig gestorben. Neben vielen Universitäts- und Gewerkschaftslinken unterzeichneten auch die Regierungsmitglieder Edelgard Bulmahn, Bundeskanzler Schröder und sein Kanzleramtsminister Frank Steinmeier sowie Brigitte Zypries eine Traueranzeige für ihn.

Werkzeugmacher bis 1951, studierte Seifert Rechts- und Staatswissenschaften und gehörte Ende der 50er Jahren zum Bundesvorstand des SDS, mit dem er 1961 aus der SPD ausgeschlossen wurde. Demokratie und Recht faszinierten ihn. Als er kürzlich, so berichtete jetzt sein Kollege Joachim Perels, übe...

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