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12.05.2005 / Feuilleton / Seite 13

Paar Wucherungen

Der Film im Film begann, den Film zu infizieren: Lars von Triers »Epidemic« kommt nach 18 Jahren in die deutschen Kinos

Andreas Thomas

In Cannes, wo gestern die Filmfestspiele begannen, läuft »Manderlay«, der zweite Teil von Lars von Triers Amerika-Trilogie. Begonnen hat der knallharte Katholik seine Kinokarriere mit einer Europa-Trilogie. Und deren zweiter Teil, »Epidemic«, ist dank des kleinen Verleihs Real Fiction ab heute erstmals in deutschen Kinos zu sehen.

Gedreht hat Trier ihn 1987, als er noch nicht berühmt, aber wohl schon berüchtigt war. Drei Jahre zuvor hatte der Detektiv aus seinem Debütfilm »Element of Crime« das fortschrittsgläubige Publikum »in die Steinzeit zurückgefickt«. Auch »Epidemic« ließ die meisten ratlos, die übrigen verärgert zurück. Erst mit »Europa« (1991) kam des Dänen Durchbruch.


Flow statt Floppy

»Epidemic« ist vielleicht der sperrigste Trier-Film. Dennoch oder deshalb erzählt er viel über das Selbstverständnis seines Machers, über sein stets ironisch gebrochenes, düsteres Weltbild. Hergestellt ist er mit sparsamen Mitteln, fast schon im später propagierten Dogma-Stil.

An seinem Anfang scheitern zwei junge, ziemlich coole 80er-Intellektuelle an dem Vorhaben, ein Drehbuch fertigzustellen. Niels (Niels Vørsel) und Lars (Lars von Trier) haben all ihr Vertrauen in eine Floppy-Disk gesteckt. Die Auftragsarbeit »Die Hure und der Kommissar« sollte ein 120seitiges, gewinnbringendes Di...








In Cannes, wo gestern die Filmfestspiele begannen, läuft »Manderlay«, der zweite Teil von Lars von Triers Amerika-Trilogie. Begonnen hat der knallharte Katholik seine Kinokarriere mit einer Europa-Trilogie. Und deren zweiter Teil, »Epidemic«, ist dank des kleinen Verleihs Real Fiction ab heute erstmals in deutschen Kinos zu sehen.

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