29.04.2005 / Ausland / Seite 15

Traditionelles Brautgeld

Im südafrikanischen Swasiland wird der Familienbrauch »Lobola« seit jeher praktiziert. Doch er verliert immer mehr an Bedeutung

James Hall/ips

Eine alte afrikanische Tradition ist das Brautgeld. Auch im Königreich Swasiland im südlichen Afrika wird dieser Brauch, der dort »Lobola« heißt, seit jeher praktiziert. Doch auch hier sind andere Zeiten angebrochen: Immer mehr swasische Frauen und Männer stellen das alte Brauchtum in Frage. »Lobola ist eine Tradition, die mit einem Leben verbunden ist, das es schon lange nicht mehr gibt«, sagt der Sozialarbeiter Sunshine Kunene. »Sie ist auf dem Land entstanden, wo Bauern und Viehzüchter in Großfamilien zusammenlebten. Die meisten Swasis kannten nur ihr eigenes Dorf und die unmittelbare Nachbarschaft.« Dieser Lebensstil wurde von der Mehrheit der Einheimischen bis zur Unabhängigkeit von Großbritannien im Jahr 1968 praktiziert.

Obwohl die Briten 66 Jahre lang die Kontrolle über das afrikanische Land hatten, mischten sich die Kolonialherren wenig in die Traditionen der Einwohner ein. Sie erlaubten der Bevölkerung sogar, dem damaligen Monarchen König Sob...

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