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28.04.2005 / Thema / Seite 10

Weltmachtpolitik auf dem »eurasischen Schachbrett«

Geostrategische und ideologische Aspekte der EU-Integration Europas (Teil I)

Ernst Woit

Neben und nach der NATO bildet die EU den entscheidenden zwischenstaatlichen Rahmen zur »Neuordnung Europas« nach dem Sieg des Kapitalismus über die seit 1917 bestehende alternative Gesellschaftsordnung. Damit markiert die Entstehung der EU einen Epochenwechsel. Daß dieser Epochenwechsel in Europa friedlich verlief, ist wesentlich dem KSZE-Prozeß zu danken, der der Entstehung der EU vorausging und am 21.11.1990 mit der Annahme der Charta von Paris endete, an die heute kaum noch jemand erinnert. Historisch betrachtet ist die EU sowohl das Produkt als auch die schließliche Alternative zum KSZE-Prozeß der friedlichen Koexistenz von NATO und Warschauer Vertrag. Aus Sicht des siegreichen Kapitalismus nahm die KSZE »in ihrem Ansatz die Überwindung des Ost-West-Konfliktes gewissermaßen vorweg. Zwar fehlte zunächst die gemeinsame Wertgrundlage für eine stabile europäische Normenordnung, doch konnten erste Fundamente bereits während der Konfrontation gelegt werden...

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