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04.04.2005 / Inland / Seite 4

Hoffnung auf Arbeitsgericht

Nach der Neuausschreibung der Transportleistungen für das Chemnitzer VW-Werk müssen die Beschäftigten mit drastischen Lohnsenkungen rechnen

Hans-Gerd Öfinger

Unter dem heftigen Protest von Beschäftigten, Betriebsrat und Gewerkschaft übernahm ein Unternehmen der Wolfsburger Schnellecke-Gruppe zum 1. April den Transportbereich für das Volkswagen-Motorenwerk in Chemnitz (Sachsen). Die Betroffenen beklagen Lohndumping unter der Regie des VW-Konzerns. Die Schnellecke-Gruppe ist ein Familienunternehmen des amtierenden Wolfsburger Oberbürgermeisters Rolf Schnellecke (CDU) und verfügt über allerbeste Kontakte zur VW-Konzernspitze. Schnellecke hatte bereits in den 90er Jahren mit einem Joint-venture zwischen VW und seinem Speditionsunternehmen für Aufsehen gesorgt. VW kaufte wenig später das Gemeinschaftsunternehmen auf und machte Schnellecke über Nacht zum Multimillionär.

Bis Ende März hatte die TNT Logistics Deutschland, ein Ableger des aus der Privatisierung der niederländischen Post hervorgegangenen und weltweit operierenden TNT-Konzerns, die Transportaufträge für das Chemnitzer VW-Werk abgewickelt. TNT hatte er...

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