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04.04.2005 / Thema / Seite 10

Das Pontifikat von Karol Wojtyla

Johannes Paul II. und die konservative Offensive gegen das Zweite Vatikanische Konzil. Warum dieser polnische Bischof gewählt wurde (Teil I)

Marian Stankiewicz
* Der Kult der Massenmedien um die Person des Papstes verstellt auch nach seinem Tod am Sonnabend den Blick auf die Inhalte seiner Verkündigungen und seiner Politik. Um die aber geht es hier. Insofern können weder die Begeisterung für den reisefreudigen, kommunikativen und mediengewandten Papst noch das Mitleid mit dem alten und kranken Mann, der in den Sielen starb, die Urteilsgrundlage sein, sondern allein die unsentimentale Kenntnisnahme von Tatsachen.



Es war nicht der Heilige Geist, sondern es waren sehr irdische Kräfte, die den polnischen Erzbischof Kardinal Karol Wojtyla am 16. Oktober 1978 zum Papst erwählten. Vor allem die katholischen Eliteorganisationen »Souveräner Malteser-Orden« und »Opus Dei«, die westdeutschen Kardinäle Joseph Ratzinger und Joseph Höffner sowie der österreichische Kardinal Franz König kanalisierten die Wahl – und natürlich die CIA. Die US-amerikanische Sektion der Malteser-Ritter war seit 1944 die entscheidende Schalt...

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