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29.03.2005 / Inland / Seite 4

Luchse streifen wieder durch den Harz

Auswilderungsprogramm im Nationalpark verläuft erfolgreich. Ein Dutzend Tiere in freier Wildbahn geboren

Reimar Paul

Die Hatz dauerte elf Tage. Ganze Dorfgemeinschaften waren auf den Beinen, Hunderte Jäger und Treiber verfolgten im Jahr 1812 den letzten wilden Luchs im Harz. In einem Waldstück bei Lautenthal wurde das Tier schließlich erlegt. Die Bewohner der umliegenden Orte feierten ein Freudenfest.

Fast 200 Jahre später sind die Raubkatzen in das Mittelgebirge zurückgekehrt. Ein im Sommer 2000 gestartetes Projekt zur Wiederansiedlung der Luchse verläuft bislang erfolgreich. Seit Beginn des Programms wurden 20 Tiere freigelassen, berichteten die Wissenschaftler Ole Anders und Peter Sacher vergangene Woche vor Mitarbeitern der Nationalparkverwaltung in St. Andreasberg.

Allerdings sind mindestens fünf der ausgewilderten Luchse inzwischen gestorben. Eine Luchsin wurde im vergangenen Jahr von einem Zug überfahren, zwei starben an Krankheiten oder Verletzungen. Bei zwei weiteren sei die Todesursache nicht klar, sagt Anders. Doch überwiegen die Geburten die Todesfälle...



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