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29.03.2005 / Ausland / Seite 7

Staatlich inszenierter »Patriotismus«

Eine Woche nach weitgehend friedlich verlaufenen Newroz-Festen wird Türkei von Welle antikurdischen Chauvinismus erschüttert

Nick Brauns, Diyarbakir

Derzeit wird die Türkei wieder einmal von einer staatlich organisierten antikurdischen Propagandawelle überzogen. Auslöser war eine vor laufenden Fernsehkameras in der Stadt Mersin während einer Newroz-Demonstration zu Boden geworfe türkische Fahne. Als ein Mann den Gruß der faschistischen Grauen Wölfe zeigte, kam es zum Gerangel, in dessen Verlauf seine türkische Fahne zu Boden fiel. Ein Junge, dem die Fahne anschließend von einem Unbekannten in die Hand gedrückt wurde, warf sie weg, als Polizisten eingriffen.

Die türkische Regierung, der Generalstab und die türkisch-nationalistische Presse nutzen den Vorfall seitdem für eine nationalistische Kampagne gegen die Kurden. »Die türkischen Streitkräfte sind wie ihre Vorfahren bereit, ihren letzten Blutstropfen zu opfern, um das Vaterland und seine Fahne zu verteidigen«, erklärte die Armeeführung. Fälschlicherweise wurde in der Presse berichtet, die Fahne sei verbrannt worden. Aksam und andere Tageszeitunge...

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