21.02.2005 / Inland / Seite 3

Tauwetter in Mainz

Beim Besuch des US-amerikanischen Präsidenten George W. Bush soll die neue transatlantische Gemeinsamkeit zelebriert werden

Jürgen Elsässer

Ein Kanzler ist immer noch auf dem deutschen Weg. Fünf Tage vor dem Besuch des US-Präsidenten deklarierte er nationale Standhaftigkeit gegenüber dem großen Bruder als – so der Titel des Zeitschriftenaufsatzes – »eine Frage der Würde«. Untertitel: »Bush kommt nach Deutschland. Die Stimmung wird besser. Aber Freundschaft ist kein Vasallentum«. Weiter schreibt der Sozialdemokrat: »Die Europa-Reise der amerikanischen Außenministerin erinnerte an das Märchen vom Wolf und den sieben Geißlein, in dem der Wolf zwar Kreide gefressen hat, um seine Stimme zu verstellen und freundlicher tönen zu lassen – aber doch derselbe geblieben war. Verteidigungsminister Rumsfeld war ein wenig vorsichtiger als Mrs Rice, schließlich hatte er vor einem Gremium zu sprechen, in dessen Augen seine Feldherrnqualitäten und seine Urteilskraft nicht mehr ganz unbeschädigt klingen.«


Kreidefresser Schröder

Ganz schön frech, der Gerhard Schröder, könnte man meinen. Doch der Kanzler,...




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