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20.01.2005 / Feuilleton / Seite 12

Tanze Tango

Paradox orthodox/säkular: Ein Spielfilm über jüdische Traditionen im heutigen Frankreich

Matthias Reichelt

»Der Tango der Rashevskis« erzählt von einer jüdischen Familie im heutigen Frankreich. Obgleich das an die kürzlich angelaufene Komödie »Alles auf Zucker« erinnert, könnte der stilistische Unterschied kaum größer sein. Sam Garbarski, bislang Werbe- und Kurzfilmer, setzt auf eine ruhige Erzählweise mit langen Einstellungen.

Rosa, inzwischen Großmutter, möchte Shmouel wiedersehen, der sie und ihre beiden Söhne vor Jahren in Frankreich zurückließ. Als orthodoxer Rabbiner ging er in die Wüste Israels. Sie beauftragt Shmouels Bruder Dolfo, den Wunsch zu überbringen. Doch Rosa ist für Shmouel nur noch eine Goj. Israel zu verlassen kommt für ihn nicht in Frage.

Bei der Rückkehr Dolfos ist Rosa tot. Testamentarisch hat sie eine Bestattung auf dem jüdischen Friedhof verfügt. Während der Beerdingung besinnen sich die Anwesenden auf ihr Verhältnis zur jüdischen Traditio...



Artikel-Länge: 2728 Zeichen

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