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17.01.2005 / Inland / Seite 3

Jugendkriminalität ist nicht ethnisch

Berliner Studie belegt: Die Merkmale Staatsangehörigkeit oder ethnische Herkunft Jugendlicher sind in Wahrheit für die Erklärung von Kriminalität bedeutungslos

Ulla Jelpke

Am 1. Januar 2005 ist das neue Zuwanderungsgesetz in Kraft getreten. Die Debatte um dieses Gesetz war zuletzt ausschließlich von sogenannten Sicherheitsaspekten geprägt und führte zu einer deutlichen Verschärfung der Ausweisungs- und Abschiebungsregelungen. Dahinter steht die typisch konservative Vorstellung, die von CSU über CDU bis hin zur SPD und vor allem Bundesinnenminister Otto Schily reicht, Migranten würden eine dauernde Bedrohung für die innere Sicherheit darstellen. Populisten wie der frühere Münchner Kreisverwaltungsreferent und jetzige CSU-Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Uhl, der ab dieser Woche die Sitzungen des »Schleuser-Untersuchungsausschusses« im Bundestag leiten wird, dürfen sich öffentlichen Beifalls erfreuen, wenn sie hier geborene Jugendliche, die straffällig geworden sind, in das Herkunftsland ihrer Eltern abschieben, wie Uhl dies in dem bekannten Fall Mehmet befürwortet hat. Damit werden rassistische Ängste vor ausländischer Jugen...

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