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14.01.2005 / Inland / Seite 9

Scheinblüte dank Hartz

Gründerboom in Berlin: Bürgschaftsbank vermißt tragfähige Geschäftsideen, Baufachverband fürchtet Schmutzkonkurrenz durch Scheinselbständige

Rainer Balcerowiak

Zunächst gab es auf der Pressekonferenz der Bürgschaftsbank Berlin-Brandenburg (BBB) am Dienstag eine vermeintlich gute Nachricht. Die Anzahl der Unternehmensgründungen sei im vergangenen Jahr in Berlin um satte 22 Prozent auf 27362 gestiegen, vermeldete der Wirtschaftswissenschaftler Klaus Semlinger, der den »Berliner Gründerindex 2004« vorstellte. Doch hinter dieser auch von vielen Politikern stets beschworenen »neuen Kultur der Selbständigkeit« verbergen sich nach Ansicht Semlingers und anderer Experten in erster Linie die Folgen der arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen der letzten Jahre, die unter dem Namen »Hartz I–IV« bekannt sind. So ist der Anteil der Einzelunternehmer ohne abhängig Beschäftigte auf die Rekordmarke von 82 Prozent gesteigen. Besonders die Ankündigung der Bundesagentur für Arbeit vom August, die Vergabe von Zuschüssen für Existenzgründungen und Ich-AGs künftig restriktiver handhaben zu wollen, habe wohl zu einem »gewissen Vorzieheffek...

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